Maximilian I.

männlichKaiser, König

* 1459-03-22 Wiener Neustadt, Österreich

Mutter: Eleonore Helena von Portugal

Vater: Friedrich III.

Mitglied der Dynastie der Habsburg

Partner(in): Maria von Burgund, Bianca Maria Sforza

†1519-01-12 Wels, Österreich

Kinder: Philipp I. (1478-07-22) Margarete (1480-01-10)


Deutscher König Trotz vieler seiner Erfolge war er gegen die Schweizer, die 1499 das Reich verließen, erfolglos und unterlag gegen den Franzosen in Oberitalien. Er residierte in Augsburg und in Innsbruck, das er ausbaute (Goldenes Dachl, Hofburg, Zeughaus).

Er führte Behörden für Finanzwesen und Justiz ein und richtete erstmals eine landesfürstliche Verwaltung ein, die die österreichischen Länder in zwei Gruppen einteilte:

  • die ”oberösterreichischen Lande” mit dem Zentrum Innsbruck umfassten Tirol, Vorarlberg und die Vorlande, Görz, Istrien mit Triest und Friaul sowie
  • die ”niederösterreichischen Lande” mit Behörden in Wien bzw. Wiener Neustadt und Linz bestanden aus "Österreich" (aus dem sich das heutige Oberösterreich und Niederösterreich entwickelte), Steiermark, Kärnten und Krain.

Er hatte den Anspruch der größte Kaiser seit Karl dem Großen zu sein, doch diese mußte von den österreichischen Landen finanziert werden, denn eine von ihm geplante Reichsreform scheiterte. Selbst die Gewinnung von Silber und Kupfer in Schwaz mußte er an die Fugger verpfänden.

Er war ein Förderer der Wissenschaften und der Künste, war dabei jedoch auch auf den Ruhm seiner eigenen Person und seines Hauses bedacht.

Schon zu Lebzeiten ließ er sein Grabmal ("Maximiliansgrab") herstellen, das später allerdings nicht in Wiener Neustadt, sondern in der Innsbrucker Hofkirche aufgestellt wurde. Seinem Wunsch entsprechend, wurde er in der Georgskirche von Wiener Neustadt bestattet.

Vita

  • 1477 heiratete er Maria von Burgund und lebte in den Niederlanden
  • 1477 nach dem Tod von Karl dem Kühnen, Marias Vater bis 1493 dem "Frieden von Senlis" suchte er das burgundische Erbe zu sichern
  • 1486 wurde er zum deutschen König gewählt
  • 1490 erwarb er durch Adoption und Verzicht von Sigmund Tirol und die Vorlande
  • 1490 starb Matthias Corvinus von Ungarn in Wien, wo dieser seit 1485 residierte. Damit konnte Maximilian die seit 1482 besetzten Gebiete Niederösterreichs zurückgewinnen
  • 1493 beerbte er seinen Vater Friedrich III. und vereinigte alle habsburgischen Länder
  • 1493 Heirat mit Bianca Maria Sforza
  • 1500 beerbte er die Grafen von Görz
  • 1504 eroberte er im bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg Kufstein, 1505 auch Rattenberg und Kitzbühel in Tirol und 1506 Mondsee, St. Wolfgang, Neuhaus und Rannariedl in Oberösterreich
  • 1508 ließ er sich in Trient zum ”Erwählten Römischen Kaiser” ausrufen
  • 1508–16 führte er Krieg gegen Venedig, danach konnte er Rovereto, Riva und Ala behaupten. Diese Linie war Tirols Südgrenze bis 1918
  • 1515 sicherte am Wiener Fürstentag durch Heiraten die seit 1463 bestehenden Erbansprüche auf Böhmen und Ungarn
  • 1518 hielt er in Innsbruck einen "Ausschusslandtag" zur Abstimmung mit den Interessen der Stände

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